cheers folks,
wiedermal auf einem trip gewesen, gibt es wieder einiges zu berichten und zu zeigen. the ultimate surfboard-break-mashine frank, wie ihr später noch lesen werdet, und ich waren diesmal auf fuerteventura. leider wollte ja kein anderer mit...
es ging verdammt früh morgens los. montag, den 28.03. und es schallte 4.30 auf dem wecker, als ich aufstand, um mich richtung flughafen zu begeben. zum glück hatten wir gepäck und boards schon am vorabend eingecheckt, um nicht noch eine stunde früher auf der matte stehen zu müssen. 6.00 hoben wir dann ab. an schlafen war in der vollen und engen kiste nicht zu denken. als wir am Vormittag ankamen, wollten wir eigentlich nur fix unser auto abholen und sofort ans wasser (abgesehen davon, dass die landebahn eigentlich 20m neben dem wasser war). doch nach langem hin und hersuchen, fanden wir heraus, dass es zur mietwagenstation einen shuttleservice gibt. nur konnte der, nachdem wir 20min auf ihn gewartet haben, nicht boards und gepäck mitnehmen. also fuhr ich alleine, holte so schnell es ging unseren kleinwagen und eilte zum wartenden frank zurück. bis wir dann die richtige bundesstraße in der 'hauptstadt' puerto de la rosario gefunden hatten, drehten wir auch noch einige extrarunden. endlich in el cotillo, einem halb touristisch halb verschlafenen fischerdörf, angekommen fanden die strapazen allerdings ein ende. wir wurden herzlich von unserer vermieterin begrüßt und konnten nun für die nächsten 2 wochen ein luxusapartment sondergleichen unser eigen nennen. der wahnsinn. wohnzimmer mit zwei sofas, zwei schlafzimmer in topausstattung und eine zweite etage mit einem zweiten balkon gehörten uns. jaaaaaahaaaaa.
natürlich sind wir direkt ins wasser mit unseren brettern. man muss sich doch mit seiner liebsten anfreunden und wieder auf einander einstellen ;) ziemlich platt ging es dann ins bett. am nächsten tag ging es dann auf spotcheck und wir fuhren quasi alles an der nordküste ab, was irgendwo mal in einem surfguide ausgeschrieben war. allerdings scheint es irgendwer nicht so besonders gut mit uns zu meinen. wir haben leider jeden tag wind. vor allem bläst er immer onshore. dazu kommt noch, dass morgens und abends meistens ebbe ist, was bedeutet, dass die meisten spots nur mittags in der hitze und beim stärksten wind funktionieren könnten. aber macht nichts. frank hat es hier am örtlichen beachbreak geschafft die einzigen steine mitzunehmen und rutsche mit seinem brett mitten durch. das ende vom lied war, dass ihm eine finne rausgebrochen ist und das brett nun schon 4 tage in der reperatur ist. ein alternatives leihbrett lässt den armen kerl wenigstens mal wasserkontakt aufnehmen. bei der letzten sunsetsession einen tag nach dem ‚unfall’ wurden ihm am strand dann auch noch die guten reef-schlappen gezockt. aber der dieb war gnädig und ließ ihm wenigstens seine runtergeranzten und abgelaufenen alten da. jetzt fehlt nur noch, dass wir nen reifenschaden oder ähnliches haben, denn die straßen sind nicht mal mehr schotterstraßen, sondern holperwege auf denen an mehr als 20km/h nicht zu denken ist. man sollte also morgens vor dem surfen nicht allzu viel gegessen haben.
aber wir sind schon gut rot auf allen nicht abgedeckten körperstellen, denn die starke sonne sind unsere kalkleisten nicht gewohnt. aber eine gute vorbereitung auf den sommer. unser ‚lieblingsspot’ was eigentlich der einzige ist, den man zur zeit surfen kann, liegt 20min südlich und ist nur über die erwähnten staubwege zu erreichen. eine gemütliche bucht mit nem netten spot in der mitte. aber auch einigen scharfen steinen, falls man mal gewaschen und in die falsche richtung gespühlt wird - frank war vorsichtig. zu meinem erstauen war frank gestern sogar auch mal mit seinem dampfer drin. der channel erlaubt uns allen ein entspanntes rauspaddeln, allerdings ist die strömung draußen auf dauer echt anstrengend. also heißt es channel raus, auf eine große warten, wieder ab zum strand und wieder raus im channel. nur schade, dass sie alle nach links, also backside, brechen, was nach einem halben jahr (bei frank mehr als ein jahr) pause erstmal suboptimal ist. aber da müssen wir halt das beste draus machen. wir hatten jetzt nach fast einer woche ungefähr 2 tage, an denen der wind nur mäßig blies. davor und ab heute ballert es wieder, sodass die kiter und windsurfer schon vor dem mittag rausgehen können. ja, man scheint es nicht gut mit uns zu meinen. der berühmteste spot auf der insel, hierro, lief noch keinen tag. dirk, der seit 8 jahren hier her fliegt, hat noch nie gesehen, dass er solange nicht surfbar war und dass die bedingungen auf so einen langen zeitraum so schlecht aussahen.
tja und dann kam die zweite woche. gleich zu anfang ging es morgens los nach hierro, dem bekanntesten spot der insel. ein reef-break etwas weiter draußen und ein langer weg zum rauspaddeln. wir (dirk und ich) ertappten uns ex-spowis nach 2/3 der strecke eine kurze pause einzulegen und sowohl schultern als auch rücken zu entlasten. die welle war ziemlich kraftvoll, aber brach langsam. ein tauchgang zeigte mir, dass ich keine angst haben muss aufs riff gespühlt zu werden, schließlich konnte ich kaum bis zu selbigen tauchen. doch unwohl war einem schon, denn man konnte es ziemlich deutlich an der wasseroberfläche sehen. nachdem wir 1 ½ stunde gesurft sind und ein paar nette wellen gefangen hatten, waren unsere arme vom langen immer wieder rauspaddeln auch platt und schließlich wartete noch der paddelweg zurück – mit gegenströmung. müde aber glücklich schleppten wir uns über die steine zum auto. frank und dirk’s familie warteten schon und lästerten munter über unser hängenden schultern und wankenden schritte. abends ging es noch mal rein. die schultern brannten von anfang an. etwas mehr als zwei stunden hielten wir es aus bis die sonne fast unterging. doch unsere schultern und köpfe ruhten bei fast jedem paddelzug auf dem brett. ich glaub es ging vor erschöpfung so gegen 10 ins bett.
nebenbei battelten frank und ich uns natürlich in abendlichen kniffel-schlachten. aber diesen urlaub hatte er kaum eine chance. übrigens ging es in woche zwei jeden morgen spätestens um 7.30 raus aus den federn. das auto wurde gesattelt und der northshore nach surfbaren wellen erkundet. spätestens ab 10 kam der wind auf, der uns die ganze restliche woche begleitete. ausweichspots gab es kaum und so sucht man meistens vergebens und war schon viel eher zum frühstück zurück als erwartet. dabei sollen wir noch glück gehabt haben, sagte uns ein typ in einem surfshop, denn die vier wochen davor muss wohl gar nix gegangen sein. wo ich wieder auf die fast allgegenwärtige frage komme, was man auf fuerte macht, wenn man keinen wassersport betreibt oder die bedingungen einen nicht aufs wasser lassen?! Die landschaft ist karg, nur geröll und orange-braune hügel. schatten sucht man auf der ganzen insel vergebens. die einzige vegetation ist städtisch, angepflanzt und bewässert. eine mondlandschaft sondergleichen, wo man hinsieht. man muss die insel gar nicht erst erkunden, es sieht überall gleich aus. dazu kommt noch, dass man sich jeden tag mit den schotterpisten und dem staub rumärgern muss. also eine alternative zum leben ist die insel optisch schon mal nicht. aber auf dem wasser ist immer was los. kann man nicht surfen gehen, sind die gewässer mit kitern und windsurfern belagert, man gibt sich quasi die klinke in die hand.
ach übrigens nach 6 tagen war franks brett auch wieder fit und er konnte endlich wieder mit gewohntem material durchstarten. beim ausleihen hat er von der hübschen blonden irgendwie auch noch rabatt bekommen, also alles halb so wild. ein paar neue schlappen für schmale 38 euro durften es auch noch sein. muss schön sein, wenn man geld hat, was?! zumindest hält er jetzt nach steinen und felsen ausschau, denn gemobbt wurde er von uns noch immer. zudem haben wir für ihn noch eine lange und smothe anfängerwelle gefunden. mit einem langen paddelweg, damit auch mal was aus ihm wird. man musste erstmal so 150-200m rauspaddeln, um dann auf die jagd gehen zu können. Meine kamera kam mit maximalen zoom gerade so bis hin. doch die idee an jedem tag 2 sessions zu machen, ging nicht ganz auf. die gezeiten und der wind kamen uns fast immer dazwischen. deshalb ging die eine meistens auch fast 2 stunden oder sogar länger, bis zur völligen erschöpfung. umso mehr freute man sich auf essen, was es abends geben würde. nebenbei gab es auch noch einige verletzungen. frank ist vor freude vom board gesprungen und auf einem stein gelandet, sodass sein fuß ein wenig anschwoll. seine neuen schlappen reiben auch noch. dem kann man es auch nicht recht machen. naja und ich habe mir abseits des wassers ein geschwollenes knie geholt, als ich beim nachbarn etwas waschpulver klauen wollte, beim sprung über die mauer mit dem schwungbein hängen blieb und zwei tage humpelte. die offen wunde vom kindergeburtstag meines bruders wird wohl auch eine schöne narbe auf meinem knie hinterlassen, so oft wie die im salzwasser aufgegangen ist. Tja, so was soll ja sexy machen. no comment. und jeden morgen grüßte das mormeltier, pünktlich zum sonnenaufgang aufstehen, ab ins auto, 50km fahren und meistens trocken wieder zurück in el cotillo und erstmal zum bäcker.
nun ist sonntagabend und morgen stehen wir ganz normal um 7 auf, also genauso wie die letzten zwei wochen. ach wird das schön, wenn ich nach meinem urlaub wieder ausschlafen kann. die letzte session war am morgen um 8 uhr. diesmal sind wir sogar schon um 7 im dunkel, also vor jedem wind, losgezogen und haben unsere runde gedreht. als nix ging war uns alles egal. am hausstrand brachen ein paar kleine wellen und der wind bließ noch offshore. allerdings brechen die hier immer close-out, also konnte man maximal gerade runter fahren und dann in knietiefem wasser abspringen. egal, hat riesen spaß gemacht. das boardbag ist gepackt. allerdings platzt es fast aus allen nähten, denn ich habe mich mal richtig von einem shaper beraten lassen und mir in diesem zusammenhang noch ein neues board mitgenommen. fragt nicht, es war nicht billig. aber es ist nagelneu und passt besser als alle bisherigen zu mir. entjungfert wurde es auch am letzten tag in den erwähnten morgenwellen, also alles ist gut.
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