Portugal with a crew
Es ist wieder einmal Oktober und die nächsten Ferien stehen für mich an, genauso wie für alle schulgängigen Familien. Daher und vor allem, weil wir eine super Zeit zusammen hatten, haben sich Familie Fischer mit Andre und Chrissi zusammen getan, eine große Villa gemietet und Flüge nach Faro gebucht. Das ist mein erster klassischer Surfurlaub mit ner Horde Freunde und einem großen Haus.
Wir hatten das Glück, dass unser Hausstrand "Tonel" in Fußreichweite war - selbst wenn man seine Boards dahin tragen musste. Gut für die Girls ;) Aber aufgrund von Südwinden hatten wir einige Tage Swell am an und für sich flachen anderen Hausstrand, der sogar noch näher war. Klar, dass der dann schnell voll mit Anfängern ist, denn die Surfschulen verteilen sich ja nicht. Damit war es aber super, dass alle surfen gehen konnten, wann immer sie wollten. Keine Autos mussten gepackt werden, während man noch auf einzelne Personen wartet, Boards mussten nicht auf Dächer geschnallt werden und Essen und Trinken für den Strandtag gepackt werden. Ich konnte also morgens entspannt meine Sunrise-Session machen und Spots checken ohne ein schlechtes Gewissen zu haben dass jemand auf das Auto wartet.
Nach unseren Flügen und die Abholung unserer ziemlich teuren Mietautos haben wir uns in unserer Behausung erstmal gemütlich breit gemacht. Es fehlte eigentlich nur noch ein Pool. Aber das sprengte das Budget aller. In den beiden Wochen, die wir in Portugal waren hatten wir stets super warmes und vor allem sonniges Wetter.
Die Surfbedingungen waren fast durchgehend super. Zumindest für mich. Oft war es zu groß für den Rest der Truppe. Aber wir hatten gleich in den ersten 5 Tagen von 2 bis sogar 5 ft. und durchgehend offshore Winde. Fast schon ein wenig zu viel für die mangelnde Paddelpower, aber raus kam ich immer. Und war es doch mal klein in den kommenden Tagen lief Tonel, was sehr selten ist ziemlich peaky und überlappend. Das heißt wenige Close-Outs und dafür, wenn man einen guten Riecher hat, länger als erwartet. Zudem sind wir mit den langen Planken zusätzlich in den Hausstrand gegangen, wenngleich die Wellen dort chronisch kurz und schnell waren.
Die beiden besten Sesions hatte ich aber an der Westküste, also 20 Autominuten entfernt. 4-5 ft rollten bei der ersten Session rein und es lief super lange nach links. Die anderen kamen leider nicht bis ins Line-Up, aber der Ooffshore war ziemlich stark, was die Wellen lange aufhielt. Die zweite Session war tatsächlich an meinem letzten Tag. Eigentlich war es viel zu groß überall, aber an dem selben Strand fand ich ziemlich weit draußen einen Peak, an dem sich schon 4 Surfer vergnügten. Das Rauskommen war allerdings ein wirklich hartes Stück Arbeit. Der Rip und die Endsection der Wellen hatten ordentlich Power. Aber einmal draußen angekommen rollten einem 5-6 ft über den Kopf, das Face war teilweise 2,5m hoch. Riesiger Spaß und ein super Abschluss für die beiden tollen Wochen mit ner tollen Crew. Wie viel Glück wir hatten, konnte ich in den kommenden beiden Wochen in der Wettervorhersage sehen, denn da gab es nur Onshore, Regen, Wolken und kaum Surf. Auf ein nächstes Mal.
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