only a surfer knows the feeling
die wellen waren klein. sehr klein. eigentlich haette es sich gar nicht gelohnt mit dem kurzen rauszugehen. man haette n schonen dicken dampfer, also n malibu oder ein longboard gebraucht. dazu war es den ganzen tag so dermassen heiss, dass man den beach verlassen musste, um nach schatten zu suchen. die morgensession war zwar nicht schlecht, obwohl es klein war, aber der wind hatte den ganzen tag auf das wasser eingewirkt und es kappelig werden lassen. scott, n kiwi-mate, war mit seinen stand-up-paddlboard draussen ganz allein an einem der 4 peaks. komisch, dass da keiner weiter hin wollte?! es war 18uhr und ich hatte gerade gegessen (frank weiss, was jetzt kommen koennte). doch irgendwie wurden die wellen von minute zu minute etwas besser. nicht groesser, aber sauberer. der wind liess langsam nach und sie brauchen mehr und mehr fortlaufend. also warum nicht, war die frage?! ab in den wetsuit, das 'laengste' board geschnappt, noch etwas sex wax drauf und die duenen durchs gruene dickicht gerannt. es war immer noch ziemlich heiss und ich fragte mich, ob ich nicht haette eher boardshorts anziehen sollen. aber neeeee, meine heutige erkaeltung und das immer noch saukalte wasser sagen mir, dass es so besser ist. eine stunde bin ich mit scott in schlechten wellen aber viel spass rumgetuempelt. dann ist er raus und es muss so gegen 7 gewesen sein. ganz allein war ich und hatte einen break nur fuer mich. der wind liess auf einmal komplett nach und binnen der naechsten halben stunde wurde das wasser so klar, als waere man auf einem see. die sonne senkt sich immer mehr, verandert ihre farbe und taucht das wasser in ein grelles orange. die wellen brechen, dank ablaufender tide, immer kraftvoller (aber immernoch schwach ;) ). ploetzlich ist stille, nur ab und zu hoert man es rauschen, wenn eine welle bricht. man nimmt so viel man kann, paddelt sofort wieder raus und goennt sich keine pause. dann paddelt jannis raus und wir grinsen uns mit dem zufriedendsten gesichtern an und geniessen es einfach. ich ertappe mich, dass ich 2 ganze sets wellen durchlaufen lasse, nu, um die sonne am horizont zu sehen. um mich herum wird das wasser schon dunkelgrau, nur die spitzen der sich aufbaeumenden wellen glitzern noch rot-orangen. der himmel ist wolkenlos und reicht von dunkelblau, ueber hellblau, zu rot, orange und noch ein bisschen gelb, was von der halben sonne noch uebrig geblieben ist. unglaublich die stille, die schoenheit. fliegenfische tauchen neben uns auf und springen um uns herum, die wellen werden besser, zumindest glaubt man das aufgrund der eigenen froehlichkeit. die sonne verschwindet, mt. taranaki taucht sich langsam in schwarz und die wellen werden zu dunklen sich bewegenden waenden, die das restlicht verdecken, da sich genau aus der richtung der eben noch da gewesenen sonne kommen. auf dem wellenberg ist es wieder hell. wahnsinn. und dann kommt sie, die beste welle des tages. ich sitz genau richtg, habe vorfahrt und die lippe schlaegt genau links von mir ueber. wohl die grosste, die ich bis jetzt hatte. ich sehe an der wall entlang, sie ist ziemlich steil und lang. 3-4 kurze kraeftige paddelzuege und hoch mit dem hintern. auf der wellen muss ich sofort etwas pumpen, also schnell auf und ab fahren, um merh speed zu bekommen. ich schaffe es gerade so immer vor der lippe zu bleiben. auf halber strecke bemerke ich, dass sie immer noch steil und lang bricht. wahnsinn, mehrere laute 'whooooo's und 'yaehhhhh's mit dem gefuehl, als ob man fallen wuerde, lassen die spazierenden leute am strand stehen bleiben. ich kanns nicht glauben, sie brach bis zum strand, konstant und ziemlich kraftvoll. vor freude mache ich einen halben salto vom brett. als ich wieder auftauche und im knietiefen wasser stehe, sehe ich die silhouetten der verbleibenen beiden surfen und den orange-roten himmel im hintergrund. ueber mir wird der himmel schon dunkelblau und fliegenfische springen auf und ab durch die wellen. besser kanns einfach nicht werden. welcome to new zealand.
die fotos sind natuerlich vom folgetag. klar, dass ich waehrend des surfens nicht noch ne kamera im wasser habe :)
die fotos sind natuerlich vom folgetag. klar, dass ich waehrend des surfens nicht noch ne kamera im wasser habe :)
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